Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer

Weit, platt und sehr lebendig: Gelegen zwischen Land und Meer, umweht von einer steifen Brise, geprägt von Ebbe und Flut und ständigem Wandel – das ist das Wattenmeer. Als eine der letzten großflächigen Naturlandschaften Mitteleuropas mit ihren urwüchsigen Lebensräumen für etwa 10.000 Tier- und Pflanzenarten wird es in Niedersachsen seit 1986 als Nationalpark geschützt. Hier gilt: „Natur Natur sein lassen“. Der weltweit einzigartige Charakter dieses Großschutzgebiets wurde durch die im Jahr 2009 erfolgte Anerkennung des gesamten Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe noch mehr herausgestellt. Hier können Menschen hautnah die Schönheit und Dynamik dieses besonderen Ökosystems erleben, es verstehen und schätzen lernen. Erholungssuchende finden in der ursprünglichen Natur Ruhe und Entspannung. Interessante Veranstaltungen und Ausstellungen der Nationalpark-Häuser und Weltnaturerbe-Besucherzentren erklären den Naturraum und schärfen das Auge für Details. Die Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer im Herbst begeistern eine steigende Zahl von Besucher*innen für die Vogelwelt der Nordseeküste. Direkt im Gebiet informieren die Nationalpark-Rangers über die Natur, pflegen und schützen sie. Unter dem Schirm des Nationalparks wird sichergestellt, dass auch zukünftige Generationen diesen vom ewigen Wechsel der Gezeiten bestimmten Lebensraum mit seiner vielseitigen Tier- und Pflanzenwelt erleben können.

Für den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven die zuständige Behörde. Sie ist dem niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz nachgeordnet. Sie setzt das Nationalparkgesetz um, koordiniert Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, führt eine intensive Öffentlichkeitsarbeit durch und stimmt Forschungsfragen im Nationalpark ab. Dafür steht sie auch im Austausch mit internationalen Partnern. So wird zum Beispiel entlang des Ostatlantischen Zugwegs die Wadden Sea Flyway Initiative gepflegt, die sich für den Schutz und die Vernetzung der Rastgebiete von Zugvögeln einsetzt. Denn Zugvögel kennen keine Grenzen und keine Reisepässe, sie sind Weltenbummler.

Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer ist Veranstalter des Konzerts Zugvogelmusik.

 

Run United Music

Das Label Run United Music kennt sich aus, wenn es darum geht, unterschiedlichste Musiknischen zu ergründen, zugängig und auch verständlich zu machen, die gefundene Musik aufzunehmen oder sie auf die Bühne zu bringen, an welchem Ort und in welcher Größenordnung auch immer. Das Label sitzt in Berlin und Südengland, lebt mit und von Vielfalt und arbeitet schon seit Jahren mit allen möglichen Zugvögeln zusammen: Mit Künstler*innen, die einen sogenannten Migrationshintergrund haben. Meilenstein war 2013 das von Migrationsforscher und Buchautor Mark Terkessidis und von Jochen Kühling (Run United) gegründete Projekt Heimatlieder aus Deutschland. Es gehört heute zu den erfolgreichsten und nachhaltigsten vom Hauptstadtkulturfonds geförderten Kunstprojekten. Im fünften Jahr seines Bestehens und nach frenetisch gefeierten Auftritten mit Standing Ovations in der Dresdner Semperoper, der Komischen Oper Berlin oder dem Thalia Theater Hamburg hat sich dieses Projekt weiterentwickelt (Chronik hier) und bekommt längst kreative Nachfolger: Mit den Heimatlieder-Allstars gibt es inzwischen ein Ensemble, dass kleine Bühnen bespielt, wie etwa 2014 vor den deutschen Botschaftern im Rohbau des Berliner Humboldtforums oder auf dem Neujahrsempfang der Robert-Bosch Stiftung. Auf erweiterten CD-Produktionen mixten namhafte nationale und internationale DJs und Künstler der elektronischen Avantgarde der elektronischen Musik (Eric D. Clark, Ulrich Schnauss oder Symbiz Sound) den originalen Sound der Heimatlieder aus Deutschland-Studioaufnahmen. Die Berliner Musikpionierin Gudrun Gut nahm von einem Album eine komplette Remixplatte auf, die Vogelmixe heißt. Eigens für ein zweitägiges Festival entwickelten Mark Terkessidis und Run United zusammen mit dem Berliner Hebbel am Ufer (HAU) das Musikprojekt Ein Traum von Weltmusik und brachte hier unter anderem die Folklore-Musiker aus dem Heimatlieder-Ensemble mit ihren traditionellen Instrumenten zusammen mit Kompositionen von Karlheinz Stockhausen, Peter Michael Hamel, Simeon ten Holt und den expressionistisch klassischen Werken von Grete von Zieritz.

Nun also Zugvogelmusik, was uns ein großes Anliegen ist. Nicht nur, dass alle unsere Künstler Zugvögel sind, so wie wir letztendlich auch. Und auch nicht nur, weil wir mit unserem norddeutschen Migrationshintergrund immer schon große Fans des Wattenmeers waren und sind. Uns geht es auch darum zu zeigen, dass und wie wir von Vielfalt profitieren, wie wertvoll die durch Migration entstehende kulturelle Vielfalt für uns und unseren Kulturraum sein kann und wie inspirierend es ist, sich mit diesen eingewanderten und verfügbaren kulturellen Ideen auseinanderzusetzen. Mehr Informationen über die Musik, die Projekte, über alle Künstler, die Platten, viele Fotos, Videos und natürlich Konzert-Termine gibt es auf auf der Website von Heimatlieder aus Deutschland.

 

 

 

 

 

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